
Aus Elizabeth Gilbert wird Lola Montez. Im Juni 1843 tritt sie in London zum ersten Mal als Solotänzerin aus Sevilla auf. Der Identitätswechsel wird vom Publikum durchschaut. Die Tänzerin verlässt England und zieht über den Kontinent. Sie gastiert in St. Petersburg, Warschau, Berlin, Dresden und Paris. Nach ihren stets von Skandalen und Affären begleiteten Auftritten wird sie zumeist aus den Städten ausgewiesen. In Frankreich kommt es zu einem Sensationsprozess, nachdem ihr Liebhaber im Duell erschossen wurde.
Der Aufenthalt 1847 in Bad Brückenau gerät zum Höhepunkt ihrer Biographie. Ludwig I., König von Bayern, ernennt seine Geliebte Lola Montez zur Gräfin von Landsfeld. Sie wird zum katalytischen Auslöser der 48er-Revolution in München. Im Februar 1851 erreicht Lola Montez New York. Sie stirbt am 17. Januar 1861, kurz vor ihrem 40. Geburtstag in New York und ist begraben auf dem Friedhof in Brooklyn.